Somatoforme Störungen behandeln in Hamburg

Für Privatpatient:innen und Selbstzahler – zeitnahe Termine und ausreichend Zeit für Ihre individuelle Behandlung.

Körperliche Beschwerden ohne klare Ursache

Sie waren beim Hausarzt, beim Orthopäden, beim Kardiologen. Vielleicht auch im MRT. Und immer wieder dasselbe: „Alles in Ordnung.“ Aber es ist nicht alles in Ordnung, zumindest fühlt es sich nicht so an.

Wer lange mit Schmerzen, Druck oder Schwindel lebt, ohne dass jemand eine Erklärung hat, wird müde, manchmal auch einsam. Wir glauben Ihnen. Ihre Beschwerden sind echt. Und es gibt einen Weg, anders mit ihnen zu leben.

Erkennen Sie sich wieder?

Typische Anzeichen somatoformer Störungen

  • Sie haben schon viele Ärztinnen und Ärzte gesehen, sind müde vom Suchen und Warten und haben noch keine Erklärung bekommen.
  • Sie fühlen sich mit Ihren Beschwerden nicht ernst genommen und zweifeln manchmal an sich selbst.
  • Die Beschwerden wandern: mal der Rücken, mal der Bauch, mal der Kopf.
  • Sie horchen in Ihren Körper hinein, und die Sorge wächst: „Was, wenn doch etwas Ernstes dahintersteckt?”
  • Ein neuer Befund beruhigt kurz, dann kommt die Sorge zurück.
  • Sie schonen sich und meiden Belastung, bis sich Ihr Alltag mehr und mehr um die Symptome dreht.

Somatoforme Beschwerden

Wie sie sich zeigen

  • Wiederkehrende Kopf-, Rücken-, Bauch- oder Gelenkschmerzen.
  • Übelkeit, Völlegefühl, Durchfall oder Verstopfung.
  • Herzklopfen, Brustschmerzen, Kurzatmigkeit oder Engegefühl.
  • Anhaltende Müdigkeit und Schwäche.
  • Schwindel oder Gleichgewichtsprobleme.

Warum somatoforme Beschwerden entstehen

Auslöser und Ursachen

Unser Gehirn bekommt ständig Signale aus dem Körper: Herzschlag, Muskelspannung, Verdauung, Temperatur. Bei manchen Menschen ist dieses Melde-System besonders wach. Kleine Empfindungen werden laut.

Dazu kommen Stress, ungelöste Konflikte, belastende Lebenssituationen, frühere Erkrankungen und erlernte Muster. Und dann entsteht leicht ein Kreislauf: Aufmerksamkeit verstärkt die Empfindung, die Empfindung macht Sorge, Sorge erzeugt Anspannung, Anspannung verstärkt die Beschwerden.

Somatoforme Störungen: Was viele nicht wissen

01

Aufmerksamkeit ist ein Lautstärkeregler

Ein kleiner Versuch: Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit jetzt auf Ihren linken Fuß. Wahrscheinlich spüren Sie ihn plötzlich, den Druck des Schuhs, die Wärme, ein Kribbeln. Er war vorher auch da, Sie haben ihn nur nicht bemerkt. Was für den Fuß gilt, gilt auch für Schmerz und Druck.

02

Der Rauchmelder, der weiterpiept

Schmerz ist ein Alarm. Manchmal bleibt der Alarm an, obwohl es nicht mehr brennt. Der Melder ist dabei nicht kaputt, er ist besonders empfindlich eingestellt. Das lässt sich verändern.

03

„Ohne Befund" heißt nicht „ohne Ursache"

Es fehlt die Erklärung auf Organebene. Das Nervensystem kann trotzdem Schmerz, Druck und Schwindel erzeugen, und diese Beschwerden sind real.

Nicht eingebildet, sondern überlastet

Was es wirklich bedeuetet

„Somatoform“ bedeutet: körperförmig. Die Beschwerden haben die Form körperlicher Erkrankungen, ohne dass sich Organschäden finden lassen. Das Wort sagt nicht: gespielt, eingebildet oder übertrieben.

Es beschreibt ein überaufmerksames und überlastetes System. Und ein System lässt sich beruhigen, auch wenn Beschwerden nicht immer sofort ganz verschwinden. Manchmal geht es weniger darum, sie wegzubekommen, als darum, ihnen weniger Raum in Ihrem Leben zu geben.

Behandlung somatoformer Störungen

Was wir für Sie tun können

Wir nehmen Ihre Beschwerden ernst und würdigen die Befunde, die Sie schon haben. Dann erklären wir Ihnen, wie Körper und Aufmerksamkeit zusammenwirken, und üben, Anspannung zu lösen, die Aufmerksamkeit zu lenken und Sorgekreisläufe zu unterbrechen.

Behutsam bauen wir Bewegung und Aktivität wieder auf. Gemeinsam mit Ihren Ärztinnen und Ärzten klären wir, welche Untersuchungen noch sinnvoll sind. Wenn es mehr Unterstützung braucht, begleiten wir Sie in unsere Tagesklinik.

Wie Therapie bei Anpassungsstörungen hilft

Ihr Weg in sechs Schritten

1

Verstehen

Beschwerden ernst nehmen • Ihre Geschichte

Verlauf, Befunde und Lebenssituation zusammenführen.

2

Sortieren

Was verstärkt? • Was lindert?

Wann melden sich die Symptome? Wo werden sie leiser?

3

Beruhigen

Anspannung • Aufmerksamkeit • Sorgen

Anspannung lösen, Aufmerksamkeit lenken lernen, Sorgekreisläufe unterbrechen.

4

Bewältigen & Verändern

Aktivität • Gefühle • neuer Umgang

Behutsam wieder aktiv werden. Aussprechen, was bisher der Körper ausdrücken musste.

5

Aufbauen

Vertrauen in den Körper • Alltag

Bewegung, Erholung und Routinen, die tragen.

6

Ankommen

Mehr Raum für Ihr Leben

Beschwerden, die weniger Raum einnehmen, und mehr Raum für alles andere.

Ihr Weg Zurück

Verlauf und Chancen bei somatoformen Störungen

Viele Menschen erleben, dass sich ihre Beschwerden bessern, sobald sie sich verstanden fühlen. Nicht immer verschwinden sie ganz. Aber sie verlieren an Bedrohlichkeit und Raum.

Und Sie gewinnen etwas zurück, das lange fehlte: das Vertrauen, dass Ihr Körper nicht gegen Sie arbeitet.

Häufige Fragen zu Anpassungsstörungen

Nein. Somatoforme Beschwerden sind real und können sehr belastend sein. Dass kein organischer Befund vorliegt, bedeutet nicht, dass die Beschwerden nicht existieren. Wir nehmen Sie ernst.

Psychosomatisch beschreibt allgemein das Zusammenspiel von Körper und Seele. Bei somatoformen Störungen halten die Beschwerden an, ohne dass sich eine ausreichende organische Erklärung findet. Die genaue Einordnung nehmen wir im Erstgespräch vor.

Beides kann nebeneinander bestehen. Wir arbeiten eng mit Ihren Ärztinnen und Ärzten zusammen, damit nichts übersehen wird.

Nein. Ihre medizinische Betreuung bleibt wichtig. Wir ergänzen sie.

Das hängt von der Art und Dauer Ihrer Beschwerden ab. Im Erstgespräch geben wir Ihnen eine realistische Einschätzung.

Nach Ihrer Kontaktaufnahme melden wir uns zeitnah bei Ihnen und vereinbaren gemeinsam einen ersten Termin.

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Wenn Sie es leid sind, nach Erklärungen zu suchen: Melden Sie sich. Wir hören Ihnen zu und nehmen Sie ernst.