Psychosomatische Störungen behandeln in Hamburg

Wir behandeln das Zusammenspiel von Körper und Psyche, wenn seelische Belastungen körperlich spürbar werden.

Wenn Belastung sich körperlich äußert

Der Rücken schmerzt, der Magen rebelliert, das Herz stolpert. Und die Untersuchungen sind unauffällig. Vielleicht hat man Ihnen gesagt: „Da ist nichts.“ Aber Sie spüren doch, dass etwas ist.

Beides stimmt: Ihre Beschwerden sind echt. Und oft hängen sie mit dem zusammen, was Sie gerade tragen. Körper und Seele sind kein Gegensatz, sie sind ein System. Wir helfen Ihnen zu verstehen, was Ihr Körper Ihnen gerade zeigt, und ihm zuzuhören, bevor er lauter werden muss.

Erkennen Sie sich wieder?

Typische Anzeichen psychossomatischer Störungen

  • Ärztinnen und Ärzte finden nichts, und Sie fühlen sich trotzdem krank.
  • Ihre Beschwerden kommen und gehen, oft in stressigen Zeiten.
  • Sie fühlen sich mit Ihren Beschwerden nicht ernst genommen.
  • Sie sind erschöpft, obwohl Sie schlafen.
  • Bei Konflikten oder Druck meldet sich Ihr Körper: Bauch, Kopf, Nacken.
  • Sie achten immer mehr auf Ihren Körper, und manchmal wird es dadurch schlimmer.
  • Sie sagen Termine ab, weil es Ihnen körperlich nicht gut geht.
  • Sie spüren eine Anspannung, die sich auch in Ruhe nicht löst.
  • Sie kennen das Gefühl: „Eigentlich ist alles in Ordnung.“ Und trotzdem zieht es im Bauch.

Psychosomatische-Symptome

Wie sich Belastung im Körper zeigt

  • Kopf-, Rücken- oder Muskelschmerzen ohne organischen Befund.
  • Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme oder Appetitlosigkeit.
  • Herzklopfen oder Herzrasen ohne Herzbefund.
  • Engegefühl in der Brust oder das Gefühl, nicht tief durchatmen zu können.
  • Schwindel oder Benommenheit ohne neurologische Ursache.
  • Anhaltende Müdigkeit, trotz ausreichend Schlaf.
  • Ein- und Durchschlafprobleme durch Anspannung.
  • Hautreaktionen, die mit Stress zusammenhängen.
  • Konzentrationsprobleme durch anhaltende Beschwerden.

Warum psychosomatische Beschwerden entstehen

Ursachen und Auslöser

Stress ist zunächst körperlich: Muskeln spannen sich an, das Herz schlägt schneller, die Verdauung fährt herunter. Das ist sinnvoll, für kurze Zeit. Bleibt der Druck, bleibt auch der Körper im Einsatzmodus.

Dazu kommt, was man nicht ausspricht: Sorgen, alte Konflikte, Trauer, Wut, die keinen Platz hatten. Was keine Worte findet, sucht sich manchmal einen anderen Ausdruck. Oft ist es die Summe vieler kleiner Belastungen, die sich erst verzögert im Körper bemerkbar macht.

Psychosomatische Störungen: Was viele nicht wissen

01

Ihr Bauch hat ein eigenes Nervensystem

Ein dichtes Nervengeflecht durchzieht den Darm und steht im ständigen Austausch mit dem Gehirn. Deshalb gibt es Schmetterlinge im Bauch und das Gefühl, dass uns etwas „auf den Magen schlägt". Diese Redewendungen haben einen biologischen Kern.

02

Schmerz entsteht im Gehirn

Auch bei Verletzungen wird Schmerz erst im Gehirn erzeugt. Anhaltender Stress und Anspannung können das Schmerzsystem empfindlicher machen. Ein Schmerz ohne Befund ist deshalb kein eingebildeter Schmerz.

03

„Unauffällig" heißt nicht „nichts"

Ein unauffälliger Befund heißt: Die Organe sind gesund. Er sagt nicht, dass Sie nichts haben. Es heißt, dass die Ursache woanders liegt, und dort können wir ansetzen.

Was bedeutet psychosomatisch?

Psychosomatisch heißt nicht „eingebildet“. Es heißt, dass Körper und Psyche zusammenarbeiten, manchmal gegen Ihren Willen. Ihre Beschwerden sind ein Signal, keine Schwäche: Etwas war zu lange zu viel oder blieb unausgesprochen.

Wenn wir verstehen, wofür Ihr Körper da gerade einsteht, verliert das Symptom oft an Macht.

Psychosomatik-Behandlung in Hamburg

Was wir für Sie tun können

Wir nehmen Ihre Beschwerden ernst und schauen zuerst, was sich medizinisch schon geklärt hat. Dann erkunden wir gemeinsam, wann Ihre Beschwerden auftreten und was in Ihrem Leben zu diesen Zeiten los war.

Wir arbeiten mit einer auf Sie abgestimmten Psychotherapie und bewährten Entspannungs- und Körperwahrnehmungsverfahren, wenn nötig ergänzt durch Medikamente. Ziel ist, Zusammenhänge zu verstehen, neue Wege im Umgang mit Belastung zu finden und Ihre Lebensqualität spürbar zu verbessern. Auf Wunsch stimmen wir uns eng mit Ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten ab.

Wie Therapie bei psychosomatischen Beschwerden hilft

Ihr Weg in sechs Schritten

1

Verstehen

Beschwerden • Zeitpunkte • Lebenssituation

Wann kam was? Was war zu der Zeit in Ihrem Leben los?

2

Sortieren

Medizinisches • Stressoren • Muster

Was ist abgeklärt? Was verstärkt die Beschwerden, was lindert sie?

3

Beruhigen

Atem • Entspannung • Körperwahrnehmung

Anspannung lösen und den Körper wieder als sicheren Ort erleben.

4

Bewältigen & Verändern

Gefühle ausdrücken • Grenzen setzen

Aussprechen, was bisher der Körper getragen hat. Neue Wege im Umgang mit Stress finden.

5

Aufbauen

Bewegung • Erholung • Vertrauen

Vertrauen in den eigenen Körper zurückgewinnen.

6

Ankommen

Ein Körper, der wieder Verbündeter ist

Beschwerden, die leiser werden, und ein Alltag, der sich wieder öffnet.

Verlauf und Chancen bei einer psychosomatischen Störung

Ihr Weg zurück

Psychosomatische Beschwerden lassen sich gut behandeln. Viele Menschen erleben, dass ihre Beschwerden nachlassen, sobald sie verstehen, wofür der Körper sie zu ihnen schickt, und sobald der Druck kleiner wird.

Ihr Körper ist nicht Ihr Gegner. Er hat versucht, auf sich aufmerksam zu machen. Jetzt hört ihm jemand zu.

Häufige Fragen zu psychosomatischen Störungen

Nein. Psychosomatische Beschwerden sind real und können den Alltag stark einschränken, auch wenn sich medizinisch keine ausreichende Ursache findet.

Eine medizinische Abklärung ist sinnvoll und wichtig. Auf Wunsch arbeiten wir eng mit Ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten zusammen.

Psychosomatisch beschreibt allgemein das Zusammenspiel von Körper und Seele. Von einer somatoformen Störung sprechen wir, wenn körperliche Beschwerden anhalten, ohne dass sich eine ausreichende organische Erklärung findet, oft verbunden mit großer Sorge um die Gesundheit. Beides überschneidet sich, und Sie müssen es nicht selbst einordnen. Das übernehmen wir im Erstgespräch.

Das hängt von der Art und Dauer Ihrer Beschwerden ab. Im Erstgespräch geben wir Ihnen eine realistische Einschätzung.

Nach Ihrer Kontaktaufnahme melden wir uns zeitnah bei Ihnen und vereinbaren gemeinsam einen ersten Termin.

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Wenn Ihr Körper Ihnen etwas sagen möchte und Sie noch nicht wissen, was: Melden Sie sich. Wir hören gemeinsam hin.